Wissenschaften

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6. MINT-Workshop vom 14. bis 15.06.2019 – ein voller Erfolg

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Zum 6. MINT-Workshop kamen etwa über 90 Teilnehmende, darunter Studierende, Akademiker*innen und Gebärdensprachdolmetscher*innen sowie 6 internationale Wissenschaftler*innen aus den Niederlanden, Schottland, Frankreich, Tschechien, Argentinien und den USA.

Bei lebendiger Atmosphäre in den beeindruckenden Räumlichkeiten der Leopoldina tauschten sich die Teilnehmenden zu verschiedensten Themen aus. Es wurden Vorträge gehalten sowie Workshops durchgeführt. Zudem stellten die internationalen Wissenschaftler*innen in Vorträgen die Entwicklung nationaler MINT-Treffen sowie die fortgeführte Schöpfung und Dokumentation von naturwissenschaftlichen Fachbegriffen in Gebärdensprache dar. Mit großem Interesse wurde der Vortrag „Weltraummedizin – Was können wir davon für den Alltag lernen?“ von Prof. Dr. Hanns-Christian Gunga aufgenommen und führte zu anregenden Diskussionen zwischen Professor Gunga und den Teilnehmenden. Alle Vorträge wurden von Gebärdensprachdolmetscher*innen in IS (= International Sign) und DGS (= Deutsche Gebärdensprache) übersetzt.

Das Catering zeichnete sich durch leckeres und abwechslungsreiches Essen aus. Während der Pausen griffen die Teilnehmenden herzhaft zu und netzwerkten eifrig. Zahlreiche neue Kontakte wurden geknüpft, beispielsweise auch im Versuch, sich über ein MINT-Studium im Ausland zu informieren.

Die Führungen durch die mit viel Liebe zum Detail restaurierte Leopoldina-Akademie wurden mit großem Interesse wahrgenommen; es wurde Einsicht in den urigen Raum der Freimaurer gewährt sowie genau erläutert, aus welchem Material die „Marmorsäulen“ im Vortragssaal wirklich hergestellt wurden.

Festzuhalten ist, dass die MINT-Workshops sich ständig weiterentwickeln und neue Themen in das Programm aufgenommen werden. Das werden wir auch bei der 7. MINT-Konferenz vom 17. bis 19. September 2020 so fortsetzen.

Am 1. August 2019 wurde nach erfolgreichen Verhandlungen mit der Max-Planck-Förderstiftung das Projekt „Sign2MINT“ am Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle (Saale) ins Leben gerufen. Es beinhaltet die Entwicklung eines MINT-Fachgebärdenlexikons für den deutschen Gebärdensprachraum. Dadurch sollen weitere Kommunikationsbarrieren abgebaut, ein besserer Bildungszugang zu naturwissenschaftlichen Fächern für alle Gebärdensprachnutzer*innen geöffnet und so Kompetenzen, Verständigung und der allgemeine Arbeitsalltag optimiert werden: ein bedeutender Schritt hin zu einer gleichberechtigten Karriere in der Forschung.

6th STEM workshop from 14th to 15th June 2019 – a complete success

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More than 90 participants attended the 6th German STEM workshop. These include students, academics and sign language interpreters as well as 6 international scientists from the Netherlands, Scotland, France, Czech Republic, Argentina and USA.

In a lively atmosphere in the impressive rooms of the Leopoldina the attendees exchanged views on a wide variety of topics in the form of presentations and workshops. In addition, the international scientists presented the development of national MINT meetings as well as the continued creation and documentation of scientific terms in sign language. The talk “Space Medicine – What can we learn from it for our everyday life” by Prof. Dr. Hanns-Christian Gunga was received with great interest and led to stimulating discussions with him and the attendees. All talks were translated by sign language interpreters into IS (= International Sign) and DGS (= German Sign Language).

The catering was characterized by tasty and varied food. During the breaks, the attendees took hold and networked eagerly. Several new contacts were made, for example in an attempt to find out more about STEM studies abroad.

The guided tours through the Leopoldina Academy, which had been restored with great attention to detail, were received with great interest; insight was given into the ancient space of the Freemasons as well as an explanation of the material from which the „marble columns“ in the lecture hall were actually made.

It should be noted that the German STEM workshops are constantly evolving and new topics are being added to the programme. We will continue to do so at the 7th MINT Conference from 17th to 19th September 2020.

On 1st August 2019, after successful negotiations with the Max Planck Foundation, the project „Sign2MINT“ was launched at the Max Planck Institute for Microstructure Physics in Halle (Saale). It includes the development of a STEM dictionary of sign language for the German sign language area. The aim is to dismantle further communication barriers, open up better access to education in natural sciences for all sign language users and thus optimise competences, understanding and the general working day: an important step towards an equal career in research.

EINLEITUNG

Die Idee zum Aufbau dieses MINT-Netzwerkes entstand unmittelbar nach der 7th International Deaf Academics and Researchers Conference vom 5. bis 7. Februar 2015 in Leuven in Belgien, an der kaum taube MINT-Wissenschaft-ler/-innen teilgenommen haben.

Daher riefen der taube deutsche Quantenphysiker und theoretische Chemiker Dr. Ingo Barth, der seit Ende 2014 die Max-Planck-Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle (Saale) leitet, und die taube österreichisch-deutsche Molekularbiologin Nadia Kichler den ersten MINT-Workshop für taube Naturwissenschaftler/-innen, Mediziner/-innen und Akademiker/-innen vom 12. bis 13. Juni 2015 in Halle (Saale) ins Leben.

Später ist die taube deutsche Umweltmikrobiologin Dr. Katharina Feige als aktive Mitwirkende der Workshops dazugekommen und hat einen Artikel über den 4. MINT-Workshop vom 13. bis 15. Januar 2017 in Leipzig geschrieben [K. Feige, Das Zeichen 105, 152 (2017)].

Seit Ende 2016 nimmt der taube südkoreanisch-deutsche Mediengestalter Jung-Woo Kim verschiedene technische Aufgaben wie zum Beispiel Videodokumentation und Erstellung des Fachgebärdenlexikons wahr.

Dieses Projekt unter der Leitung von Dr. Ingo Barth wird von der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. (MPG) finanziert.

ZIEL

Wir, taube und gebärdensprachkompetente Wissenschaftler/-innen, die in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) arbeiten, und auch Mediziner/-innen sind Vorbilder für taube MINT-Student/-innen. Daher präsentieren wir auf dieser Homepage, wer wir sind und was wir machen. Unsere wichtigsten Ziele sind unter anderem

  • Aufbau und Pflege des deutschlandweiten Netzwerks für taube MINT-Wissenschaftler/-innen und
    Mediziner/-innen sowie taube Student/-innen, die in den MINT-Fächern studieren
  • Aufbau und Pflege des deutschlandweiten Netzwerks für MINT-Gebärdensprachdolmetscher/-innen
    und Weiterbildungsangebote für diese Dolmetscher/-innen, um eine bessere Dolmetschqualität bei den Übersetzungen der wissenschaftlichen Inhalte von deutscher oder englischer Lautsprache zu Deutscher Gebärdensprache (DGS) und umgekehrt zu erreichen
  • Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen tauben MINT-Wissenschaftler/-innen, Mediziner/-innen und MINT-Student/-innen sowie MINT-Gebärdensprachdolmetscher/-innen bei regelmäßig stattfindenden MINT-Workshops in Deutschland und auch in Europa
  • Dokumentation und Entwicklung von MINT-Fachgebärden und Aufbau des MINT-Fachgebärdenlexikons in DGS und Internationalen Gebärden mit Übersetzungen in die deutsche und englische Sprache

MINT-Videos

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Workshop

Der Workshop findet jährlich einmal statt.

Gebärdensprache

Wir kommunizieren ausschließlich mittels Gebärdensprache.

Teamwork

Die Zusammenarbeit von tauben Naturwissenschaftlern und
Gebärdensprachdolmetscherinnen liegt uns am Herzen.

Fachgebärdenlexika

Mit Hilfe von Videoaufnahmen sammeln wir Fachgebärden und erstellen eine Datenbank.

Workshops

1. Workshop
DGS
2. Workshop
3. Workshop
4. Workshop
5. Workshop
DGS
IS
6. Workshop
DGS
IS

6. MINT-Workshop 14.06. - 15.06.2019

TEAM

Dr. Ingo Barth

Dr. Katharina Feige

Dr. Corinna Wagner

Robert Jasko